Tante Emas® Nähvokabeln
Nr. 5 Der Blindstich

Ihr Lieben, im ganz ummissionarischen Nähtipp zum Sonntag geht es dieses Mal um den Maulwurf der Stich- bzw. Näharten: dem Blindstich Blind deswegen, weil man/frau ihn idealerweise hinterher NICHT mehr sehen sollte!

Nähtipp zum Sonntag:Tante Emas® Nähvokabeln Nr. 5 - der Blindstich
Tante Emas® Nähvokabeln Nr. 5 – der Blindstich

Hier unsere nähtechnisch hochversierte Erklärung der blinden Nr. 5:

Blindstich = unsichtbare Stiche
Die zwei Kanten der Wendeöffnung einschlagen. Einen Nähfaden an einem Ende verknoten. Mit der Nadel von links in die Bruchkante des vorderen Einschlags stechen und den Fadenknoten in der Bruchkante verschwinden lassen. Von rechts nach links in kurzen Stichen arbeiten. Dafür die Nadel auf gleicher Höhe, eher um 1–2 mm zurückgesetzt, in die Bruchkante des hinteren Einschlags stechen, ca. 4 mm durch den Stoff führen und ausstechen. Die Nadel um 1–2 mm zurückgesetzt in die Bruchkante des vorderen Einschlags stechen, ca. 4 mm durch den Stoff führen und ausstechen usw. Den Nähfaden gut anziehen und am Ende vernähen.

Der Blindstich ist im Schneiderjargon auch unter
Zaubernaht (schwups ist sie weg), Leiterstich (wegen dem Hin- und Her, das an die Sprossen einer Leiter erinnert) oder Matratzenstich bekannt. Die unsichtbare Naht wird gerne verwendet, wenn ihr eine (Wende-) Öffnung in einem Nähstück von der rechten Seite aus mit Handstichen zunähen wollt. Manchmal führt trotz aller Liebe zur praktischen Nähmaschine kein Weg vorbei, selbst zur Nadel zu greifen: beispielsweise bei Kuscheltieren nach der Füllwatte-Bauchfüllung. Das akkurate Schließen mit dem Blindstich ist – wie fast alles Übungssache bzw. abhängig von einer balancierten Tagesform ;-). Ganz ehrlich gesagt, lassen wir bei unseren Zaubernähten immer Karin, unsere Nähkursfee, die Nadel schwingen, denn die kann immer hübsch zaubern 🙂…

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